Jahr: 2012

Schottland – Mittwoch 25.7.2012

Gleich nach dem Frühstück, es gab Toast, Müsli und Porridge (es schmiegte sich zärtlich an unsere Magenwand), machten wir uns auf den Weg nach Ullapool.

Unterwegs hielten wir bei den Rogiefalls, wo wir von einer Hängebrücke aus nicht nur die Fals sahen, sondern auch Lachse, die aus dem Wasser sprangen.

Weiter gings nach Ullapool. Dort spazierten wir durch das kleine Fischerdorf und assen in Meeresnähe jeder eine riesen Portion Fish & Chips. Wie Mami meinte: „Einmal im Leben muss man das ja gegessen haben!“

Pappsatt spazierten wir eine Weile, beobachteten die Möwen und kauften in einem Souvenirshop noch Postkarten.

In einem Café & Pub machten wir Halt und Mami und ich bestellten bei einem lustigen Mann, der nicht verstehen konnte wieso wir kein Ironbru (schottischer Softdrink) trinken wollten und der obwohl ein Bekannter von ihm aus der Schweiz kam, kein Wort Deutsch sprach.

Danach beschlossen wir noch ein bisschen weiter an der Küste nach oben zu fahren. Und suchten den Old Men of Stoer. Den fanden wir leider nicht, dafür aber das Lighthouse of Stoer.

Auf dem langen Nachhauseweg fuhren wir über die A837 und die A834. Wir waren alle froh wieder zurück zu sein, der Rückweg hatte sich in die Länge gezogen.

Schottland – Dienstag 24.7.2012

Heute Morgen beim Aufstehen schien die Sonne. Motiviert frühstückten wir und machten uns auf den Weg.

Wir hatten beschlossen heute einmal nicht allzu weit wegzufahren und in der Umgebung etwas zu wandern. So gingen wir nach Culbin. Culbin ist eine grosse Sanddüne, auf welcher vor langer Zeit ein Aussichtsturm gebaut wurde, welchen man heute noch besteigen kann.

Als wir in Culbin ankamen, liefen wir durch einen Wald und fragten uns nach einiger Zeit, wo denn nun diese Düne sei, bis wir merkten, dass wir sie schon die ganze Zeit bewandert haben. Denn auf der Düne waren im Laufe der Zeit Bäume gewachsen und Moose bedeckten den Boden.

So erreichten wir nach einiger Zeit den Aussichtsturm. Von oben hatte man einen wunderschönen Blick auf das naheliegende Meer und die restliche Umgebung.

Nachher spazierten wir weiter zum Meer. Das war aber ein kleiner Reinfall, denn leider war gerade Ebbe und das Meer nicht zu sehen. Ausserdem gab es auch keinen Strand zu sehen. Deshalb stärkten wir uns nur an den mitgebrachten Sachen und liefen zum Auto zurück. Auf dem Rückweg hatten wir noch einen seltsamen Zusammenstoss mit einem hartnäckigen Fliegenschwarm, die beharrlich um unsere Köpfe schwirrten. Beim Auto angekommen, fuhren auf der Suche nach einem Sandstrand herum.

Schliesslich hielten wir an einem „Steinstrand“, wo wir wieder eine Robbe sahen. Danach fuhren wir noch nach Inverness, um zu „lädele“. Es gab sehr viele Souvenirshops und ein laden wo alles nur 1 £ kostete. Per Zufall traf ich noch meinen Ersatz-Mathelehrer Herr Bieler. (Der mich aber nicht erkannte.)

Nach einigen Witzen darüber, wie klein die Welt doch sei, fuhren wir zu Kentucky Fried Chicken wo es Abendessen gab.

Schottland – Montag 23.7.2012

Der Morgen begann windig und es wurde auch den ganzen Tag über nicht besser. Der Wind hatte aber auch sein Gutes, so blinzelte doch ab und zu die Sonne hinter den Wolken hervor. Nach dem Frühstück um ca. 10.00 Uhr fuhren wir los nach Thurso. Thurso ist die nördlichste Stadt Schottlands.

Wir waren aufgestellt und hörten unterwegs im Auto Jurassic Park. Nach ca. 2 Stunden machten wir die erste Pause in einem Ort namens Golspie. Dort gingen wir am Strand spazieren, machten Sandzeichnungen und genossen es.

Plötzlich sahen wir in den Wellen einen grauen Kopf auftauchen. Begeistert schossen wir Fotos und beobachteten das Tier durch den Feldstecher. Es tauchte immer wieder ab, nur um an einer anderen Stelle wieder aufzutauchen. Es war eine Robbe. Ein „Grey-Seal“ wie sich später herausstellte.

Danach fuhren wir weiter. Die Landschaft im Norden ist sehr öde … aber auch sehr interessant, denn es gibt Kilometerweise nur offenes Land. Keine Bäume.

In Thurso statten wir erst einmal dem dortigen Tesco einen Besuch ab. Dann wollten wir eigentlich das Castle of Mey anschauen gehen, aber es war inzwischen so spät, dass wir es nicht mehr besichtigen konnten. So fuhren wir direkt zum nördlichsten Punkt Schottlands. Unterwegs hielten wir an einem wunderschönen Strand, wo wir das Meer und den Sand genossen.

Fabian und ich mussten feststellen, dass das Wasser sehr kalt war, denn wir beschlossen Schuhe und Socken auszuziehen. Dass das Wasser kalt war, bemerkten sicher auch die drei kaltblütigen Surfer, die ihr Glück in den Wellen suchten.

Nachdem wir das dortige Visitor Center angeschaut hatten, fuhren wir endlich zum nördlichsten Punkt weiter. Am nördlichsten Punkt war es sehr windig und kalt! Natürlich waren wir nicht die einzigen Touristen dort oben. Wir hatten einen fantastischen Blick auf das tosende Meer und die Klippen.

Wir besichtigten an diesem Tag auch noch den östlichsten Punkt von Schottland. Dort gab es für Mami und Papi einen Kaffee und für Fabian eine heisse Schokolade. Nach einem kleinen Spaziergang auf einer Schafsweide, die Schafe „Mähten“ unentwegt, machten wir uns auf die Heimfahrt.

Als wir um ca. 22.30 Uhr zu Hause waren, machten wir noch etwas zu essen und fielen erschöpft in unsere Betten.

Schottland – Sonntag 22.7.2012

Unser Plan für den heutigen Tag fiel buchstäblich ins Wasser. Zwar regnete es als wir um 8.00 Uhr aufstanden noch nicht, als wir dann aber in Richtung Westen fuhren, begann es schon bald zu regnen. Eigentlich hatten wir vor, das Eilean Donan Castle zu besichtigen, doch als wir dort ankamen, regnete und stürmte es so fest, dass wir dazu keine Lust hatten.

In der Hoffnung, dass auf der Insel Skye besser Wetter herrschen würde, fuhren wir dorthin. Doch leider vergebens. Auch dort regnete es. Also tranken wir nur schnell etwas in einem Café und machten uns dann auf den Rückweg.

In Inverness gingen wir noch schnell einkaufen und bereiteten dann zuhause das Abendessen zu. Zur Aufmunterung schauten wir noch einen Film bevor wir ins Bett gingen.

Schottland – Samstag 21.7.2012

Um 7.00 Uhr war die halbe Familie schon wieder wach. Um 8.30 erschienen wir alle frisch geduscht zum Frühstück. Das ältere Pärchen, welche das Bed & Breakfest führten und unsere Gastgeber waren, bekochten uns mit einem echten schottischen Frühstück. Es gab Toast und Müsli. Nach dem Frühstück wanderten Papi und ich noch näher an das Viadukt heran, während Mami und Fabian am See spazieren gingen. Das Viadukt war wirklich eindrücklich!

Als wir uns wieder trafen, fuhren wir los nach Inverness in unsere Ferienwohnung. Unterwegs kamen wir noch am Loch Ness vorbei, welches wirklich eindrücklich touristig war. Darum fuhren wir ohne Halt weiter. Viel zu früh kamen wir in Inverness an und überbrückten die Zeit in einem Coffeeshop und einem Einkaufszentrum.

Gespannt fuhren wir um 16.00 Uhr die Einfahrt des Balair Cottages hoch. Eine kleine aufgestellte Frau empfing uns und zeigte uns das doppelstöckige Haus. Wir machten eine kleine Pause in der Wohnung. Dabei lernten wir noch Bob den Hund und die beiden Ponys kennen. Damit wir etwas zum Abendessen hatten, gingen wir nochmals einkaufen. In einem Laden, der Tesco hiess. Mit einem Apéro stiessen wir an und dann gabs Abendessen.

Schottland – Freitag 20.7.2012

Zum Frühstück gab es Müsli und viel Toast mit gesalzenem Butter, im Diningroom im Hotel. Schnell verliessen wir dieses aber wieder und fuhren weiter Richtung Norden.

Je weiter man in diese Richtung fährt, desto mehr unterscheidet sich die Landschaft von der in der Schweiz. Zuerst fällt einem auf, dass es weniger Bäume hat und wenn, dann sind es Birken oder Tannen-ähnliche Bäume.

Den ersten Stopp legten wir in Ballater ein, wo Mami und Papi endlich einen richtigen Espresso und einen Cappucino bekamen. Dazu machte eine nette Frau von uns vieren ein Foto.

Jetzt fuhren wir alles in Richtung Fort William, auf der anderen Seite von Schottland. Unterwegs legten wir einen kurzen Stopp am Fluss Spey ein. Der Fluss ist übrigens vom vielen Torf ganz schwarz. Nur mit ein paar kleinen Pausen an diversen Löchern (die Seen in Schottland sind werden Löcher genannt Bsp.: Loch Ness) … Wie Fabian richtig sagt gibt es in Schottland nur „Loch und Löcher, noch und nöcher…“

Am späteren Nachmittag erreichten wir Fort William und stärkten uns in einem Touristen-Café. Dann fuhren wir nach Glenfinnan, wo wir uns das berühmte Viadukt aus Harry Potter ansahen. Dort fanden wir dann auch eine hübsche Unterkunft für die Nacht. Wir fuhren noch etwas weiter hinein in das Tal und hielten an zwei weiteren Löchern. Wo wir Steine schifferten und die Umgebung bewunderten. Z’Nacht gabs bei McDonalds und dann waren wir alle glücklich und zufrieden.

Schottland – Donnerstag 19.7.2012

Wusstet ihr, dass es in Schottland rote und beige Strassen gibt? Nicht? Wir wussten es jedenfalls nicht, bis wir am Donnerstagmorgen in Richtung Aberdeen fuhren. Nach einem nicht so tollen Frühstück, besserte sich unsere Laune nach ein paar Pancakes im Kentucky Fried Chicken.

Weiter ging es nach Arbroath. Dort legten wir einen Halt am Strand ein, wo wir Muscheln suchten und es einfach genossen. Nachdem wir auch noch die Klippen besichtigt hatten, ging es weiter nach Montrose wo wir eine kurze Mittagspause einlegten. Schliesslich besichtigten wir in Stonehaven die Ruine Dunnottar. Danach machten wir uns auf die Suche nach unserem Übernachtungsplatz in Aboyne.

Dort schliefen wir in zwei Doppelzimmern. In Nr. 11 und Nr. 13. Welche eine halbe Weltreise auseinanderlagen. Zum Abendessen gab es Pizza und für Papi ein italienisches Pollo-Gericht in einem italienischen Restaurant im Nachbarsdorf.