Jahr: 2015

Irland – Rückblick

Ich bin jetzt schon seit knapp einem Monat wieder zu Hause. Der Alltag hat mich schon wieder fest im Griff. Doch die Erinnerungen sind immernoch klar und deutlich. Der Giant’s Causeway, die Dark Hedges Allee und die Cliffs of Moher waren nur einige meiner persönichen Höhepunkte auf unserer Reise.

Doch nebst diesen gigantischen Eindrücken ist auch noch etwas anderes geblieben, nämlich die Lebensfreude der Iren, die mich sehr fasziniert hat. Ich glaube, die Iren haben es nicht immer leicht. Ich habe viele heruntergekommene Häuser gesehen und ich weiss, dass das Leben in Irland alles andere als einfach ist und trotzdem sind die Iren ein fröhliches Volk. Manchmal wenn ich hier in der Schweiz im Zug fahre, und jeder ist nur mit seinem Smartphone beschäftigt und kümmert sich nicht um die anderen, dann kommt mir die Vermieterin des zweiten Hauses in den Sinn, die sich einfach gefreut hat, dass wir da sind und die uns Ausflugstipps gegeben hat und dabei so überschwänglich war, dass ich glaube, sie wäre am liebsten selbst mitgekommen. Die uns zum Abschied Käse ihrer eigenen Farm geschenkt hat.

Oder auch die Strassenmusikanten in Dublin, die einfach Freude am Musizieren hatten und damit wiederum vielen Menschen eine Freude bereitet haben. Ich finde so etwas fehlt hier in der Schweiz, die Menschlichkeit, hier ist es allzu oft stressig und es bleibt keine Zeit für die Mitmenschen.

Andererseits auch die unglaubliche Natur. Der wilde Ozean am nördlichsten Punkt Irlands und der orkanmässige Wind an den Klippen. In Irland hat man noch viel mehr Natur als in der Schweiz und es gibt auch Orte, an denen man einfach alleine ist. Irgendwo im Nirgendwo nur in Gesellschaft einiger Schafe. Wo bitteschön hat man bei uns heute so etwas?

Irland – Freitag 31.7.15

Für meinen Geschmack viel zu früh, klingelte am nächsten Morgen der Wecker. Unser Flug ging zwar erst um 11.15 Uhr, doch wir mussten auch noch das Auto zurückbringen und wollten auf keinen Fall zu spät kommen.

So verliessen wir rasch das Hotel und fuhren zur Autovermietung. Die Abgabe verlief problemlos und wir konnten auch sogleich in ein Shuttle steigen, welches uns zum Flughafen brachte. Dort mussten wir noch kurze Zeit warten, bevor wir einchecken konnten.

Da wir wirklich noch früh genug dran waren, assen wir noch ein Gipfeli in einem kleinen Bistro, bevor wir den Sicherheits-Check-In hinter uns brachten.

Anschliessend schauten wir uns noch die verschiedenen Läden im Flughafen an, bevor wir schliesslich beim Gate auf das Boarding warteten. In einem der Dutyfree-Shops entdeckten Papi und Fabian Toblerone-Schokolade (12 Euro für 3 Stück) und so kam es, dass wir in Irland, Schokolade aus der Schweiz kauften nur um sie wieder in die Schweiz zu importieren.

Der Flug startete mit nur ca. 10 Minuten Verspätung, doch entweder hatten wir Rückenwind, oder der Pilot flog extra schnell, auf jeden Fall kamen wir sogar etwas früher als geplant in Zürich an.

Als wir unser Gepäck hatten und auf den Zug warteten, traf ich per Zufall zwei Leute aus meiner alten Shcule und das lustige am ganzen war, dass sie gerade von einer dreiwöchigen Irlandreise zurückkamen und im gleichen Flugzeug waren wie wir.

So nahmen unsere Ferien auch schon wieder ein Ende. Es war eine tolle Zeit in Irland!

Irland – Donnerstag 30.7.15

Heute mussten wir relativ früh aufstehen, denn heute ging es zurück nach Dublin, wo wir den letzten Tag vor dem Heimflug verbringen wollten. Und wie es in vielen Filmen immer ist, so war es auch bei uns. Nach vielen Anstrengungen, nach neuen Begegnungen und Abenteuer. Dann, wenn man am Ende der Reise angelangt ist und es Zeit wird sich zu verabschieden, macht es einem auch das Wetter alles andere als leicht.

Nach so vielen Tagen an denen wir mit wolkenverhangenem Himmel, oder gar mit Regen aufgestanden sind, schien heute die Sonne vom strahlend blauen Himmel und begrüsste zusammen mit den Vögeln den neuen Tag.

Nachdem wir alles zusammengepackt hatten, machten wir uns gegen neun Uhr schweren Herzens auf den Weg. Von Limerick aus fuhren wir alles auf der M7 Richtung Dublin. Irgendwo hielten wir mal an einer Raststätte und Mami und Papi tranken einen sehr heissen und nicht sonderlich guten Kaffee. Dann ging es weiter.

In Dublin angekommen, verfuhren wir uns, in dem verzweifelten Versuch, eine kostenpflichtige Zubringerstrasse zu umfahren ersteinmal ein bisschen. Nachdem wir das Clayton Hotel (wir haben den Zubringer schlussendlich doch benutzt) endlich gefunden hatten, checkten wir ein und brachten unser Gepäck aufs Zimmer. Anschliessend ging es sogleich los in die Stadt.

Wir flanierten die Temple Bar hinunter. Eine Fussgängerzone mit vielen Pubs und bunten Fahnen. Hier war sehr viel los und es wimmelte nur so von Touristen. Aus den Pubs drang Gesang von lokalen Sängern und beinahe an jeder Ecke stand ein Künstler, Sänger oder Musikant und trug den Zuschauern etwas vor. Eine Band ist mir dabei besonders in Erinnerung geblieben. Es waren vielleicht sechs Männer um die 25 – 30 Jahre alt, die teils bekannte, aber auch typisch irische Lieder spielten. Die Gruppe ist mir nicht deshalb so in Erinnerung geblieben, weil sie besonders gut waren. Nein. Den Sänger konnte man zum Teil über die laute Musik der Instrumente hinweg fast nicht hören und der Saxophonist hat nicht immer alle Töne getroffen, aber was mich wirklich fasziniert hat, war die Leidenschaft, mit der die Gruppe gespielt hat. Der Trommler, der im Rhythmus der Trommel wild mit dem Kopf genickt hat, der Mann mit der Trompete, der auf einem Bein im Kreis gehüpft ist und sogar bis ins Publikum hüpfte, während des Spielens. Und die Freude und Motivation in den Augen aller, wenn das Lied endete und sie den teils doch recht spärlichen Applaus entgegennehmen. Das hat wahrlich Eindruck gemacht, denn diese Leute haben einfach Freude am gemeinsamen Spielen und die Freude überträgt sich automatisch auch auf die Zuschauer. So etwas habe ich in der Schweiz nur selten gesehen.

Irgendwann liessen wir das Mini-Konzert hinter uns und gingen weiter. Wir verbrachten eine Weile in einem grossen Souvenirladen, bevor wir über eine der zahlreichen Brücken auf die andere Seite des Flusses gingen. Dort befindet sich eine grosse Shopping-Mall, wo Mami und ich uns von Papi und Fabi trennten und beide ein bisschen lädelen gingen.

Nachdem wir uns wieder getroffen hatten, liefen wir langsam zurück zum Auto. Bevor wir jedoch zurück ins Hotel fuhren, schauten wir uns noch die berühmte Statue der Molly Malone, das Wahrzeichen Dublins, an.

Zurück im Hotel assen wir noch eine Kleinigkeit, bevor wir auf unser Zimmer gingen.

 

Irland – Mittwoch 29.7.15

Als ich heute Morgen wach wurde, war es schon nach 10.00 Uhr. Fabian schlief noch und Mami und Papi machten sich gerade auf ins Dorf um Frühstück einzukaufen. Ich las mein Buch zu Ende und ging anschliessend duschen. Um ca. 12.00 Uhr gab es dann ein spätes Frühstück und anschliessend spielten wir ein paar Runden Billiard. Da weder Fabian noch ich gross Lust hatten heute wegzugehen, gingen Mami und Papi am Nachmittag alleine auf unterwegs.

Da es über den heutigen Tag nicht viel mehr zu berichten gibt, möchte ich euch noch einige andere Dinge über Irland erzählen. Zum Einen ist da mal das Wetter. In Irland hat es während unseren Ferien jeden Tag mindestens einmal geregnet. Und manchmal kam es uns so vor, als ob die Iren gar nicht mehr wissen, was Sonnenschein wirklich heisst. So hat die Vermieterin unseres zweiten Hauses nach einem sehr verregneten Tag, als es gerade mal kurz aufhörte zu regen, zum Beispiel gesagt: „Ach schaut, nun schein ja wieder die Sonne.“ Dabei hat die Sonne keineswegs geschienen. Es hat lediglich aufgehört zu regnen, doch war der Himmel noch immer voller Wolken.

Zudem haben wir am zweiten oder dritten Tag festgestellt, dass bei uns unter dem Dach eine ganze Fledermaus-Kolonie wohnt. Über 100 Fledermäuse haben Mami und Papi gezählt, sie kommen aus einem kaum sichtbaren Spalt im Dach und machen sich in der Dämmerung zur Jagd auf. Wenn man gut hinhört, kann man sie auch hören. Und tagsüber zeugt der im wahrsten Sinne des Wortes „verschiessene Boden“ von ihrer Anwesenheit.

Mit fliegenden Tieren ist das so eine Sche. Gegen die Fledermäuse habe ich ja nichts, umso mehr habe ich gegen die winzig kleinen, fruchtfliegenähnlichen Viehcher, die es hier gibt. Das gemeine an ihnen ist, dass sie stechen, wie Mücken. Wegen ihrer Grösse hält man sie zuerst für ungefährlich, doch wenn man von einer ganzen Wolke von ihnen eingehüllt wird, ist es ratsam den Kopf einzuziehen und abzuhauen.

Über die Strassen in Irland und die Fahrweise der Iren, habe ich wahrlich schon genug erzählt. Es gibt jedoch noch andere Störefriede auf den Strassen Irlands. WEnn man so übers Land fährt, sieht man links und rechts oft Schafe, die friedlich auf ihren Weiden grasen. Normalerweise sind sie durch einen Zaun von der Strasse getrennt, doch kümmert es die Schafe nicht, im geringsten, ob sie sich auf der richtigen oder der falschen Seite des Zauns befinden.

So kann es durchaus passieren, dass man eines oder mehrere Schafe direkt am Strassenrand oder gar auf der Strasse antrifft. Deshalb ist es stets ratsam, gut aufzupassen, wenn man übers Land fährt in Irland. Denn leider haben die Schafe noch nicht gelernt, dass Autos nicht wegrennen, wenn man sie an-„määht“.

Irland – Dienstag 28.7.15

Heute sind wir verhältnissmässig früh los. Ca. um 10.00 Uhr waren wir Abmarsch bereit. So stiegen wir also ins Auto und los gings.

Von Ballyhahill aus fuhren wir zuerst über mehrere Feldwege nach Newcastle West. Von dort aus nahmen wir die R522 die uns nach Buttevant führte. Bisher waren die Strassen recht schmal und holprig gewesen, weshalb wir nun froh waren, dass wir den REst der Strecke bis Cork auf angenehmeren Strassen hinter uns bringen konnten. NAchdem wir in Cork endlich einen Parkplatz gefunden hatten (die Suche gestaltete sich schwieriger, als man meinen könnte), machten wir uns zu einer Stadtbesichtigung auf.

Zuerst besichtigten wir den „English Market“. Dieser Markt besteht aus vielen Ständen mit Händlern, die verschiedenste Lebensmittel anbieten. Das interessante daran ist, dass sich der Makrt in einem grossen Gebäude befinden und auf allen Seiten des Marktes führten Gassen nach draussen in die Strassen von Cork.

Auf dem English Market ist sehr viel los. Es herrscht ein reges Gedränge, Touristen machten Fotos von dem Ganzen, während Einheimische mit den Händlern plaudern. Verkauft werden praktisch nur Lebensmittel. Von Fleisch über Fisch, bis hin zu Brot, Süssgebäck und Gemüse. Im ersten Stock gibt es ein Café, dessen Tische so platziert sind, dass man in die Mitte des Marktes hinabsehen kann. Dort sitzen dann Leute an winzig kleinen Tischen und beobachten das Treiben auf dem Markt.

Nachdem wir durch den English Market geschlendert waren, verliessen wir ihn wieder und bummelten durch die Strassen der Altstadt. Als wir irgendwann Hunger bekamen, kehrten wir in einem von drei Subways ein, die wir beim durch die Gassen spazieren entdeckt hatten.

Gegen halb vier hatten wir genug von den vielen Menschen in der Stadt und beschlossen noch zum südlichsten Punkt von Irland zu fahren. Von Cork aus war das noch einmal eine shcöne Strecke zu fahren. Doch das störte uns nicht weiter, wir freuten uns über die Sonne, die schon den ganzen TAg schien und wollten das tolle Wetter noch nutzen und nicht shcon wieder nach Hause fahren.

Die Sonne schien auch noch, als wir der „Mizen Head“, wie der südlichste Punkt der Insel heisst, erreichten. Leider waren wir etwas zu spät, denn das Visitor Zentrum hatte schon geschlossen, weshalb wir nicht mehr bis ganz nach vorne zu den Klippen gehen konnten. Dennoch war es dort beim Mizen Head sehr schon und ich habe es sehr genossen.

Nachdem wir einigen Campern dabei zugesehen haben, wie sie ihren Campingwagen für die Nacht vorbereiteten, verspürten wir plötzlich Sehnsucht nach Zuhause, und so machten wir uns auf den Rückweg.

Leider dauerte der schlussendlich relativ lange und das obwohl wir nach einem letzten Halt in Goleen praktisch durchfuhren.

Den einzigen Zwischenstopp legten wir beim Ladies View beim Ring of Kerry ein. So spät waren wir fast die Einzigen, die noch dort waren, und so hatten wir das Glück, eine Art Reh aus nächster Nähe beobachten zu können. Das Tier graste keine zwei Meter von uns entfernt und zeigte keinerleis Scheu vor Menschen.

Nachdem wir von einem Schwarm fruchtfliegenartiger Insekten, die stechen wie Mücken, davongejagdt wurden, fuhren wir schliesslich heim.

Irland – Montag 27.7.15

Als ich aufwachte, regnete es. Als wir losfuhren, regnete es. Wobei Regen eigentlich zu viel gesagt ist. Vielmehr nieselte es, was die Sache in gewisser Weise nur noch schlimmer machte. Man wurde nicht richtig nass, nein. Aber die Feuchtigkeit drang in die Kleider und machte alles ganz klamm. Dazu wehte ein kalter, starker Wind vom Meer herein. Doch dies war noch nichts im Vergleich zu den Sturmböen, die wir heute noch zu spüren bekommen sollten.

 

Wir hatten beschlossen heute, trotz des scheusslichen Wetters, die Cliffs of Moher besichtigen zu gehen. Um dorthin zu gelangen, mussten wir zuerst den Shannon überqueren. Von Tarbert her fährt eine Autofähre über die Meerenge. Auf der Fähre war es recht kalt und da es zusätzlich zum Wind auch noch regnete, verbrachte ich die ca. 20 minütige Fahrt grösstenteils im Auto.

In Killimer angekommen fuhren wir direkt zur Küste. Dort folgten wir einer kleinen Küstenstrasse und konnten einen tollen Ausblick geniessen. Das Meer war heute sehr wild. Wilder als wir es bis jetzt erlebt hatten. Die starken Böen trieben die Wellen mit einer ungeheuren Kraft gegen die Felsen und das Wasser schäumte.

Hin und wieder konnten wir weisse Flocken von den Klippen heraufwinden sehen. Schaumflocken der Gischt, die im Wind tanzten. Es sah beinahe aus, als würde es schneien.

 

Bei einem kleinen Parkplatz hielten wir schliesslich an, um diese Naturgewalt draussen zu geniessen. Wir packten uns fest in unsere Windjacken ein und wagten uns nach draussen. Zwar hatte es inzwischen aufgehört zu regnen, doch der Wind liess das Wasser bis zu uns hinaufspritzen. Es windete so heftig, dass wir Mühe hatten gerade zu stehen. Als wir unsere Gehirne genug durchgelüftet hatten, stiegen wir wieder ins Auto und fuhren weiter.

Wir folgten mehr oder weniger der Küstenstrasse nach oben, vorbei an Kilmurry, dem Spanish Point und Rinneen. (Manchmal wundere ich mich ab diesen spezielen Ortsnamen schon ein bisschen!) In Lahinch machten wir dann nochmals einen kurzen Stop und besichtigten die Liscannor Bay.

Auch dort windete es heftig und der Wind hatte die Wolken beiseite geweht, sodass nun die Sonne zu sehen war.

 

Als wir genug vom Strand hatten, fuhren wir noch das letzte Stück bis zu den Cliffs of Moher. Wenn man etwas über die Cliffs liesst, steht da immer, dass die Cliffs bei Touristen sehr beliebt seien. Doch es mag daran gelegen haben, dass Montag war, oder dass es schon ca. 15.00 Uhr war oder dass es schon wieder WOlken am Himmel hatte, oder auch durch ein Zusammenspiel dieser Faktoren, auf jeden Fall hatte es bei den Cliffs of Moher viel weniger Leute als ich erwartet hätte.

Nachdem wir den Eintritt bezahlt hatten, machten wir uns auf den Weg zu den Klippen. Es war ein kurzer Fussmarsch bis zum höchsten Punkt, eigentlich nicht besonders schwierig zu bewältigen, doch wir hatten die Rechnung ohne den Wind gemacht. Es windete so heftig, dass wir aufpassen mussten, nicht rückwärts wieder die Treppe hinuntergeweht zu werden.

Oben war der Wind sogar noch heftiger. MAn konnte richtiggehend in den Wind liegen. Viele Leute kämpften sich zur windigsten Stelle vor und sprangen in die Luft, was einem das Gefühl verlieh, man würde fliegen. Ich bin mir ziemlich sicher, hätte ich Flügel gehabt, ich wäre davongeflogen.

Die Klippen an sich waren sehr eindrucksvoll. Zwar sind die Cliffs of Moher nicht die höchsten Klippen Irlands, doch hier sieht man die Höhe viel besser als zum Beispiel bei den Slieve Leagues, denn die Felsen fallen hier beinahe senkrecht ab.

Nachdem wir genug vom Wind und der tollen Aussicht hatten, gingen wir wieder nach unten und statteten dem Souvenir-Shop einen Besuch ab. Als wir schlussendlich wieder im Auto sassen, dachte ich wehmütig an das unbeschreibliche Gefühl der Freiheit zurück, das ich auf den Klipppen oben, vom Wind fast davongeweht, verspürt hatte.

 

Die Heimfahrt verlief ziemlich ereignislos. In Shannon hielten wir kurz beim McDonalds und assen etwas. Danach fuhren wir ohne Halt nach Hause. Irgendwie bin ich froh, dass wir an einem Tag bei den Cliffs waren, der nicht super tolles Wetter versprach, denn sonst hätte es vielleicht nicht so fest gewindet, dass man das Gefühl hatte fliegen zu können.

Irland – Sonntag 26.7.15

Als ich heute Morgen aufwachte, regnete es. Mal wieder. Und wie schon öfters hier in Irland, war es, als wir endlich aufbruchbereit waren schon so spät, dass wir beschlossen unseren Besuch bei den Cliffs of Moher auf einen anderen Tag zu verschieben.

Irgendwann drückte die Sonne durch die graue Wolkendecke und wir nutzten die Gelegenheit um aufzubrechen. Vor dem Haus entdeckten Papi und Fabian einen Go-Kart und wir trampten einige zeitlang über den Platz, bevor wir endgültig losfuhren.

Unser Ziel war ein Nationalpark in der Nähe von Killarney. Um dorthin zu gelangen, fuhren wir auf der N69 Richtung Südwesten. In einer kleinen Stadt namens Tralee machten wir eine erste Pause, um im LIDL etwas einkaufen zu gehen. Das spezielle an den Lebensmittelläden in Irland ist, dass sie meistens 7 Tage die Woche offen haben. So hat der LIDL an Sonntag beispielsweise bis um 21.00 Uhr offen.

 

Von Tralee aus fuhren wir weiter nach Killarney und dort wagten wir einen Versuch das Muckhouse und Garden anzuschauen. Allerdings hatte es dort so viele Touristen, dass wir ohne anzuhalten weiterfuhren.

Wir fuhren nun auf der Strasse des Ring of Kerrys. Dort sollte es sehr schon sein, doch im Moment war es vor allem sehr nass. Irgendwo im Nationalpark hielten wir schliesslich an, um uns mal umzusehen. Wir stiegen ein bisschen über die Felsen am See und setzten uns schliesslich, um das mitgebrachte Sandwich zu essen.

Zwar regnete es zu dieser Zeit gerade nicht, doch in der Ferne konnten wir eine Regenwand auf uns zukommen sehen.

Wir beschlossen, dass es nur bedingt Sinn machte, jetzt den Ring of Kerry noch in Angriff zu nehmen, da dies viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Deshalb nahmen wir den gleichen Weg zurück, wie wir gekommen waren.

Anschliessend fuhren wir noch zum „Gap of Dunloe“. Zu diesem Gap kann man nur zu Fuss oder mit der Kutsche gelangen. Leider regnete es noch immer recht stark und für die Wanderung benötigte man sicher 1.5 Stunden. Deshalb kehrten wir nur in einem nahen Café (the Heather) ein, um zu beratschlagen, was zu tun sei.

Da es schon 16.30 Uhr war, beschlossen wir nach Hause zu fahren. Unterwegs gingen wir noch das Abendessen einkaufen. Den Abend verbrachten wir glücklich und zufrieden zu Hause vor dem Kamin.