Jahr: 2017

60 Tage

Nur noch 60 Tage! In 60 Tagen fliege ich nach Neuseeland! Seit meinem letzten Blog ist viel Zeit vergangen und es hat sich viel getan.

Im Februar war ich dabei meine Anmeldung bei meiner Organisation abzuschicken. Das habe ich auch getan und nachdem ich die erste Anzahlung geleistet habe, war soweit alles unter Dach und Fach.

Hier nun eine kleine Zusammenstellung, was ich für mein Auslandsjahr soweit geplant habe:

Ich fliege am 8. November von Zürich los und starte meinen ersten Sprachkurs am 13. November in der Coromandel Outdoor Language School in Whitianga. Dort werde ich 14 Wochen verbringen, bevor ich anfangs März nach Wellington reise, wo ich für 22 Wochen als Demi Pair arbeite und nebenbei im Campbell Institute zur Schule gehe.
Mitte August ist meine Zeit in Wellington dann zu Ende und ich beginne mit meiner Reisezeit. Mein Plan ist es mit einem gekauften Auto durch ganz Neuseeland zu reisen und so viel wie möglich zu sehen. Anschliessend fliege ich spätestens anfangs November 2018 nach Australien, wo ich noch einmal ca. einen Monat mit Reisen verbringen werde.

 

Nachdem ich also bei Pro Linguis alles gebucht hatte, habe ich mich nach passenden Flügen umgeschaut und schliesslich den Hinflug wie folgt gebucht:
Zürich – San Francisco / San Francisco – Auckland

So komme ich am 10. November in Auckland an, habe dann einen Tag und eine Nacht in der Stadt, um noch einige organisatorische Dinge zu erledigen, bevor ich am 11. November nach Whitianga weiterreise.

 

Nachdem der Flug gebucht war, kam wieder eine etwas längere Wartepause, da ich das Visum erst 3 Monate vor Einreise beantragen konnte. In der Zwischenzeit habe ich meine Reiseversicherung abgeschlossen und mir die Zeit mit Reiseführern überbrückt.
Ich kann es kaum noch abwarten dieses Land, über das ich nun schon so viel Traumhaftes gelesen habe endlich mit eigenen Augen zu sehen.

Anfangs August, als ich gerade aus Island zurückgekommen bin, habe ich dann angefangen das Visum zu beantragen. Dazu plane ich noch einen eigenen Blogpost, an dieser Stelle sei nur gesagt, dass ich es mir viel komplizierter vorgestellt habe, als es eigentlich ist.

Im Moment warte ich noch auf die Bestätigung des Visums und hoffe, dass das alles noch Fristgerecht klappt.

 

Der November kommt mit grossen Schritten näher und meine Vorfreude steigt von Tag zu Tag. Ich habe angefangen die Tage zu zählen, die ich noch arbeiten muss, denn im Moment ist es nur noch ein ausharren und warten, bis ich endlich losfliegen kann. Ich möchte jetzt nicht mehr warten. J

Bis es aber soweit ist, gibt es trotzdem noch einiges zu tun.

Ich muss, nachdem ich letzte Woche endlich meinen definitiven Fahrausweis erhalten habe, einen internationalen Führerschein beantragen. Dann muss ich abklären, wie das mit den Steuern läuft, in der Zeit in der ich nicht da bin, muss Abklärungen für die AHV und die PK machen und noch ein Transit USA ESTA Visa für meinen Zwischenstopp in San Francisco beantragen. Dann müssen letzte Einkäufe getätigt werden und dann werde ich Tetris spielen müssen, um all meine Sachen in den Rucksack zu bringen.

 

Langweilig wird mir ganz sicher nicht, aber trotzdem würde ich am liebsten sofort losfliegen. Dennoch bin ich langsam aber sicher etwas aufgeregt, vor allem bei dem Gedanken daran, dass es nun wirklich bald soweit ist. Aber ich freue mich unglaublich auf mein Abenteuer Neuseeland.

Visumsbestimmungen

Wenn man von der Schweiz aus längere Zeit in Neuseeland leben möchte, dann hat man verschiedene Visums-Möglichkeiten, die einem zur Verfügung stehen. Welches Visum man beantragen muss/kann, hängt davon ab, aus welchem Land man kommt, wie lange man bleibt und was man im Land machen will.

Ich gehe hier vorwiegend auf die Möglichkeiten für Schweizer ein, diese sollten jedoch auch für Deutschland und Österreich gelten, sofern ein «Working Holiday» Visum* für jemanden aus diesen Ländern nicht reicht.

Detaillierte Informationen zu den Visumsbestimmungen findest du auf der New Zealand Immigration Webseite.

Reisen

«Visa Waiver Visitor Visa»

Dieses Visum kannst du in einem vereinfachten Verfahren bei der Einreise nach Neuseeland beantragen. Um das «Visa Waiver Visitor Visa» beantragen zu können musst du aber einige Kriterien erfüllen:

  • Du musst aus einem Visa Waiver Land
  • Dein Aufenthalt in Neuseeland darf nicht länger als 3 Monate dauern
  • Du musst bei der Einreise ein Flugticket für die Ausreise vorweisen können

Mit diesem Visum ist es dir nur erlaubt im Land herumzureisen oder kurze Sprachkurse (< 3 Monate) zu besuchen. Mit diesem Visum darfst du keine bezahlte oder unbezahlte Arbeit annehmen.

 

«Visitor Visa»

Wenn du nicht aus einem Visa Waiver Land kommst, oder länger als 3 Monate in Neuseeland bleiben möchtest, musst du dich für ein «Visitor Visa» bewerben. Die Bedingungen für dieses Visum lauten wie folgt:

  • Dein Aufenthalt in Neuseeland darf nicht länger als 9 Monate dauern
  • Einen Beweis erbringen, dass du genug flüssige Mittel für das Leben in Neuseeland hast
  • Du musst bei der Einreise ein Flugticket für die Ausreise vorweisen können

Mit diesem Visum ist es dir nur erlaubt im Land herumzureisen oder kurze Sprachkurse (< 3 Monate) zu besuchen. Mit diesem Visum darfst du keine bezahlte oder unbezahlte Arbeit annehmen.

 

Studieren

«Fee Paying Student Visa»

Möchtest du für längere Zeit (> 3 Monate) in Neuseeland zur Schule gehen, sei das Sprachschule, Highschool Jahr, Studium o.ä. brauchst du dazu das «Fee Paying Student Visa».

Um dieses Visum beantragen zu können, müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Du brauchst ein «Offer of Place», sprich eine Bestätigung der Schule, dass du den Kurs besuchst
  • Du musst genug finanzielle Mittel vorweisen können, für das Leben in Neuseeland

Mit diesem Visum kannst du bis zu 4 Jahre in Neuseeland bleiben und Vollzeit (20+ Stunden) zur Schule gehen. Nebenbei ist es dir erlaubt bis zu 20 Stunden in der Woche zu arbeiten und während den Ferien (je nach Bestimmungen) kannst du Vollzeit arbeiten.

 

Arbeiten

Wenn man Vollzeit in Neuseeland arbeiten will, dann gibt es verschiedenste Visum-Möglichkeiten. Um für ein solches Visum zugelassen zu werden, ist es im Normalfall am einfachsten, wenn man bereits ein Jobangebot hat. Wenn man noch kein Jobangebot hat, ist es schwieriger (wenn auch nicht unmöglich) ein Arbeitsvisum zu erhalten.

Es gibt verschiedene Berufskategorien, die in Neuseeland besonders gesucht wird und man hat eine grössere Chance ein Visum zu bekommen, wenn sie Leute suchen, die auf dem Gebiet ausgebildet sind.

Eine dritte Möglichkeit ist es, wenn man ein Studium in Neuseeland absolviert hat und sich anschliessend mit diesem Abschluss für ein «Post Study Work Visa» bewirbt. So ist es einfacher eine Arbeitsbewilligung zu bekommen.

Alle Informationen zum Arbeitsvisum findest du hier.

 

Andere

Nebst diesen drei Kategorien gibt es noch viele weitere Visas für die man sich bewerben kann. Z.B.: wenn man permanent in Neuseeland leben will, oder ein eigenes Unternehmen gründen will. All diese Infos findest du direkt auf der Webseite.

* Working Holiday Visum

Verschiedene Länder haben mit Neuseeland ein spezielles Abkommen und deswegen können gewisse Länder das «Working Holiday Visa» beantragen.

Mit diesem Visum kann, wenn man zwischen 18 und 30 Jahren alt ist, bis zu 12 Monate lang in Neuseeland herumreisen und bezahlte, sowie unbezahlte Jobs annehmen.

Leider existiert dieses Abkommen zurzeit noch nicht für die Schweiz.

 

Visum beantragen

Wenn du dich dann entschieden hast, für welches Visum du dich bewerben willst, geht es ans beantragen desselben. Einige Visa, darunter auch das Student und Visitor Visa, können online beantragt werden.

Die Bewerbung selber besteht aus verschiedensten Fragebögen über deine Gesundheit, deine Polizeiakte, deine Arbeitgeber, deine Familie etc.

In den meisten Fällen lässt sich alles online ausfüllen, und am Schluss musst du nur noch einige Dokumente wie den Beweis für genügend flüssige Mittel, eine Kopie deines Passes und allenfalls dein Offer of Place hochladen. Dann kannst du die Bewerbung abschicken und wirst innerhalb einiger Wochen bis Monate Bescheid erhalten. (Die Bearbeitungsfristen findest du hier.)

Statusupdate

Es ist krass wie schnell die Zeit vergeht. „Gerade erst“ habe ich den Blogeintrag an Neujahr geschrieben mit dem Ausblick für das kommende Jahr 2017.

Und schon ist es Ende Februar und ich weiss nicht wo die Zeit geblieben ist.

Ich möchte in diesem Post nur kurz ein Update darüber geben, was in der Zwischenzeit alles passiert ist und was meine nächsten Schritte sein werden.

Mitte Januar hatte ich nochmals ein Treffen mit meiner Organisation (ich habe jetzt entschieden es definitiv über ProLinguis zu machen). Das Treffen war auf der einen Seite hilfreich und auf der anderen Seite auch nicht 100% zufriedenstellend.

 

Die letzte Offerte, die ich von der Organisation erhalten habe, hat vollkommen mit dem übereingestummen, was auch ich mir vorstelle und in dem Treffen wollten wir die nächsten Schritte besprechen.

Ich kann nicht mal so genau sagen, was nicht gut war an dem Treffen, grundsätzlich war es einfach das unterschwellige Gefühl, dass meine Betreuerin nicht so genau weiss, was sie tut, bzw. dass sie einfach nicht mehr genau weiss, was ich in meinem Sprachaufenthalt machen möchte.

Zum Beispiel die Sache mit den Flügen: Ich habe ihr schon mehrmals gesagt, dass ich nach dem letzten Kurs noch reisen gehe und anschliessend auf Australien weiterfliege und nicht zurück in die Schweiz… hm… das wusste sie nicht mehr, bzw. weiss es auch jetzt schon wieder nicht mehr.

Das ist jetzt nur ein Beispiel für so viele Kleinigkeiten, die insgesamt nicht den besten Eindruck hinterlassen.

 

Wieso ich mich trotzdem für die Organisation und gegen das „selber buchen“ entschieden habe, ist einfach deshalb, weil es für mich preislich keinen Unterschied macht und es für mich einfacher ist, alles mit einer Ansprechsperson in der Schweiz zu buchen. Ich für meinen Teil weiss einfach, was ich will und halte daran fest und überprüfe die Sachen, die die Organisation mir schickt immer doppelt, um ganz sicher zu gehen, dass das am Schluss auch klappt.

 

Im nächsten Schritt geht es nun darum mich bei der Organisation einmal definitiv für die Kurse anzumelden.

Dies ist relativ viel administrativer Kram, auf den ich mich nicht gerade freue, aber der trotzdem gemacht werden muss. Danach muss ich mich mal um einen Pass, die Versicherung und Steuern kümmern, was dann noch mehr Administratives ist.

Da dies aber dafür ist, dass ich meinen langersehnten Sprachaufenthalt realisieren kann, ist es doch nur halb so schlimm. 🙂